Sonntag, Oktober 28, 2012

St. Olai im Oktoberlicht

Church of Saint Olaf by Guillaume Speurt
Church of Saint Olaf, a photo by Guillaume Speurt on Flickr.

Nicht nur in Deutschland ist vorübergehend Winter angesagt.
Das Foto stammt von Guillaume Speurt, der auch eine Art Reiseblog schreibt und dieses mit vielen Fotos versieht.

My Last Destination in Europe

Freitag, Oktober 26, 2012

Donnerstag, Oktober 25, 2012

The Arbiter

Noch haben wir keinen deutschen Filmtitel, noch viele Informationen über den Inhalt. Es spielt in England, ist aber eine Idee von Kadri Kõusaar und dort umgesetzt. Lassen wir also die Rohfassung als Treiler. Vielleicht eine der wichtigsten estnischen Beiträge zur Kinowelt im Moment, mal schauen:

The Arbiter Trailer from Kadri Kõusaar on Vimeo.

Die offizielle Homepage: The Arbiter

Dienstag, Oktober 23, 2012

Kiiking-News aus Germany

Ein neuer Beitrag zum "Kiiking" nach estnischem Vorbild. Vor einiger Zeit hier im Blog beschrieb Winfried Voigt seine Eigenbau-Versuche im eigenen Garten - nun gibt es eine neue filmische Dokumentation über den deutschen Kiiking-Fan, hier zu bewundern:

(notice:
licence for the music is limited to users in Germany - please excuse possible inconvenience)

Freitag, Oktober 19, 2012

Ansip zweifelt - ein wenig

In verschiedenen Medien ist es nachzulesen, was der estnische Regierungschef Andrus Ansip kürzlich zu Protokoll gab: die Risiken eines gemeinsam mit den Nachbarn Lettland und Litauen zu bauenden und zu finanzierenden Atomkraftwerks seien "erheblich gestiegen". Gemeint ist damit das klare Ergebnis der Volksabstimmung in Litauen zur Atomkraft, als 62.68% sich gegen einen aKW-Neubau aussprachen und 52,58% der Wahlberechtigten sich an der Abstimmung beteiligten.

Abb. aus einer Werbebroschüre der "ALSTOM"
Gleichzeitig meint Ansip aber, der Gegenwind für die Atomkraft könnte in Estland mehr Unterstützer für Pläne gewinnen, Ölschiefer noch weiter zu nutzen. Die französische Firma Alstom SA (ALO) hatte bereits im Januar 2011 einen Vertrag mit "Narva Elektrijaamad AS" zum Bau eines weiteren Ölschiefer-Dampfkraftwerks unterzeichnet. Angeblich soll der dort geplante Einsatz einer Wirbelschicht-Verbrennungsanlage effizienter und umweltschonender sein als die bisherigen Technologien zur Nutzung des Ölschiefers.
Ansip sprach sich allerdings dafür aus, das AKW in Litauen trotz "ungünstig" verlaufener Volksabstimmung in Litauen dennoch zu bauen.

Donnerstag, Oktober 18, 2012

Dienstag, Oktober 09, 2012

Heleri Saarik - “Kõik muusikud on kaabakad” in Korea

Das Busan Film Festival Center: BIFF Center and KNN Tower Und ein Film in der Kategorie Flash Forward aus Estland.
Heleri Saarik by Jens-Olaf
Heleri Saarik, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

beim Busan Filmfestival in Korea, BIFF. Publikumsfragen.

Update:

Eine für das estnische Publikum gedachte Produktion, All Musicians are Bastards, nun auf einem internationalen Festival. Das ist harte Kost, zumal die Handlung eher einer Milieustudie gleicht, mit stark eingewobener künstlerischer Verfremdung. Es gibt surreale Szenen, die sich mit realistischer Darstellung (heftiger Alkoholkonsum) mischen. Wenn es um die moderne Musik im Film geht, so ist sie für indie-gewohnte Ohren nicht aussergewöhnlich, aber hier für das Busaner Publikum schon. Trotzdem blieben viele Kinobesucher bis zum Frage-Antwort-Teil. Selbst danach noch hatten einige ein großes Informationsbedürfnis, da Estland sehr unbekannt ist. Heleri Saarik im Gespräch auf der Straße in Haeundae, Busan: Heleri Saarik Kurze Begegnungen mit der Filmdirektorin, die auch betonte, dass der Film unter Freunden und in vertrauter Umgebung gespielt wurde. Musiker, Philosophen und andere. Und sie schilderte die Stimmung unter ihrer Generation. Dabei zeichnete sie ein eher düsteres Bild der gegenwärtigen Lage, zum Beispiel das Thema arbeiten woanders, im Ausland; ein Thema, das im Drehbuch eine Rolle spielt. Und auch in der Biografie der Direktorin. Zuerst hatte sie Landschaftsschutz und Geschichte studiert. Dann kam eine wilde Zeit in London, wo sich der Wunsch nach kreativer Arbeit durchsetzte. Am Ende war es das Filmemachen. Und dann doch wieder Estland. Eine Parallele zu Korea, wo es auch viele in den letzten Jahrzehnten in die USA und andere Länder zog. Heleri Saarik Der Film ist weiter im Gespräch und hat Chancen auf anderen Festivals gezeigt zu werden, aber davor haben erstmal die internationalen Veranstalter das letzte Wort. Heleri Saarik Aus dem BIFF-Magazin:

Samstag, Oktober 06, 2012

Senegals Sonne in Sillamäe

Senegalesisch-Französisch-Estnisch: eine bunte Mischung sicherlich. Zumal wenn der Betroffene, Fußballspieler Kassim Aidara, nicht in Tallinn, Pärnu oder Tartu engagiert ist, sondern in Sillamäe. Bei "Transfermarkt.de" ist nun ein ausführliches Interview mit ihm zu lesen.
Estland-Freunde werden vielleicht genau hinhören bzw. -lesen. Ob wirklich in Sillamäe ein besserer Fußball gespielt wird als in Tallinn, das zu beurteilen mag noch Insidern der estnischen Fußball-Szene überlassen bleiben. Was macht der Senegalese wenn ihm in Sillamäe zu langweilig wird? Er geht nach Narwa, die Aidara als "nächste Großstadt" bezeichnet, wo er Shoppen und ins Kino gehen könne. Er spricht offenbar nur Englisch, kein Estnisch oder Russisch - hat allerdings einen russischen Berater, der ihm die Verträge in Estland vermittelt hat. Der Verein werde vom Hafen der Stadt Sillamäe gesponsort, so Aidara - da sind die russischen Netzwerke wohl klar. Die Spieler seien deshalb zufrieden, weil der Präsident "recht großzügig" sei und "ein offenes Ohr für die Spieler" habe. Was das im Einzelfall heißt, bleibt im Interview offen.

Aidaras Einschätzung des estnischen im Vergleich zum deutschen Fußball: die besten drei estnischen Mannschaften könnten in der deutschen 3.Liga mithalten. Aber das Interview offenbart nicht alles - der Leser ahnt, dass ein Leben als Fußballer in Bereichen, wo keine großen Summen verdient werden können nicht einfach ist. Zu seinem vorhergehenden Aufenthalt in Tallinn sagt Aidara: "Ich habe in einem Appartement gelebt und bekam vom Vereins-Restaurant drei Mahlzeiten am Tag". Nach Privatleben klingt das nicht. Immerhin spielt hier das Thema Ausländerfeindlichkeit keine Rolle. Aber was macht er, wenn er nicht Fußball spielt? Antwort: "dann denke ich an Fußball und bin mit meiner Familie telefonisch in Kontakt." Wo lebt die Familie eigentlich, ist er verheiratet, oder meint er nur die Eltern? Das läßt das Interview leider offen.

Interview Transfermarkt  / Aktuelles zur estnischen Meistriliiga

Kommunalwahl in Estland

Das Ergebnis der Kommunalwahl in Estland vom 20. Oktober überrascht wenig. Die linksgerichtete Zentrumspartei erreichte landesweit 31,5%, die liberale Reformpartei 16,7%, die konservative Vaterlandsunion 13,9% und die Sozialdemokraten 7,5%. Alle weiteren Parteien blieben weit unter der 5%-Hürde. Das Parteiensystem Estlands hat sich damit weiter konsolidiert, es gibt keine neuen Parteien, keine Partei ist von der politischen Bildfläche verschwunden und es handelt sich bei allen politischen Kräften um solche, die auch auf der nationaler Ebene aktiv sind. Verschwunden ist damit nach den Umbrüchen der letzten Jahre etwa die Volksunion, die früher noch vor allem auf dem Land gewählt wurde. Diese Klientel legt offenbar keinen Wert auf eine eigene politische Stimme. Die Zentrumspartei konnte ihr Ergebnis von 2009 noch einmal verbessern, in der Hauptstadt Tallinn erhielt sie sogar nunmehr das zweite Mal eine absolute Mehrheit. Die Zentrumspartei kam hier auf 52,6%, die Vaterlandsunion auf 19,1%, die Reformpartei auf 10,6% und die Sozialdemokraten 9,9%. Hauptstadtbürgermeister Edgar Savisaar erhielt ebenfalls ein persönlich noch besseres Ergebnis als vor vier Jahren. Das inzwischen gesundheitlich angeschlagene Stadtoberhaupt ist seit zwei Jahrzehnten das enfant terrible der estnischen Politik. Savisaar war Regierungschef der Volksfront in der Umbruchzeit 1990 bis 1992. Seither entzweit er die Esten in jene, die ihn hassen und jene, die ihn trotz zahlreicher Skandale immer wieder wählen. Auch wenn der Bürgermeister im hervorragenden Abschneiden ein historisches Ergebnis sieht, darf nicht vergessen werden, daß der starken Zentrumspartei auf nationaler Ebene ein Koalitionspartner fehlt und sie auf kommunaler Ebene vor allem auch von ethnischen Russen bevorzugt wird. In Estland gibt es nach wie vor Nachfahren von aus der Sowjetzeit zugewanderten Russen, die keine Staatsbürgerschaft haben und teilweise auch nicht haben wollen, die aber bei Kommunalwahlen wahlberechtigt sind. Savisaar ist seit vielen Jahren bei dieser Bevölkerungsgruppe beliebt, während die Esten ihm seine Kontakte nach Rußland verübeln und sich beispielsweise über die fragwürdige Finanzierung einer russisch-orthodoxen Kirche im vorwiegend von Russen bewohnten Vorort Lasnamäe aufregen. Die Vaterlandsunion mauserte sich von beinahe verlorenem Posten in Tallinn auf ein ansehnlichen zweiten Platz unter ihrem Spitzenkandidaten Eerik-Niiles Kross, dem Sohn des vor einigen Jahren verstorbenen Schriftstellers Jaan Kross. In der zweitgrößten Stadt des Landes Tartu ist das Bild ebenfalls eindeutig aber ein ganz anderes als in der Hauptstadt. Die Reformpartei erhielt hier 28,1%, die Vaterlandsunion 21,0%, die Zentrumspartei 18,4% und die Sozialdemokraten 15,8%. Bislang regierte die Stadt eine Koalition aus der Reformpartei und der Vaterlandsunion, in der es zwischenzeitlich zu Konflikten kam, weshalb sich die Reformpartei zu einer breiten Koalition mit der bisherigen Opposition unter Ausschluß der Vaterlandsunion kam. Im Stadtrat hat die Reformpartei jetzt 18 Sitze, die Vaterlandsunion 13, die Zentrumspartei 9 und die Sozialdemokraten 8. Wie sehr die in Estland bei Kommunalwahlen wahlberechtigte russische Minderheit die Zentrumspartei bevorzugt, zeigt sich auch im nordostestnischen Landkreis Ida Virumaa. Hier erreicht die Zentrumspartei ebenfalls mit 53,0% die absolute Mehrheit, gefolgt von den Sozialdemokraten mit 21,3%. Die eher nationalistische Vaterlandsunion erreicht gerade einmal 3,9% und die auf der Landesebene führende Reformpartei von Ministerpräsident Andrus Ansip, der einst Bürgermeister von Tartu war, bekam gerade einmal 1,6%. Interessant ist in diesem Landkreis auch die Stadt Narva, die nach Einwohnerzahl immerhin drittgrößte Stadt des Landes, deren Einwohner aber zu deutlich über 90% Russen sind. Hier erreicht die Zentrumspartei sogar mehr als 60% der Stimmen und 20 Sitze im Stadtparlament. Zweitplaziert sind die Sozialdemokraten mit gut 35% und elf Sitzen. Alle anderen Parteien bleiben ausnahmslos unvertreten im Gemeindeparlament. Die Reformpartei des Regierungschefs hatte sich von vornherein so wenig Hoffnung auf Zustimmung im russisch bevölkerten Ida-Virumaa gemacht, daß sie hier gar nicht erst angetreten war. Nichtsdestotrotz ist der seit 2002 amtierende Bürgermeister Narvas von der Zentrumspartei Tarmo Tammiste nicht besonders beliebt in der Stadt. Er erhielt an direkten Stimmen gerade einmal 315. Dieser Umstand erklärt sich durch das Wahlsystem in Estland mit seiner Vorzugsstimme. Wähler entscheiden sich nicht für Parteien, sondern für Kandidaten. Durch ihre Stimmabgabe votieren sie indirekt auch für die Liste des ausgewählten Kandidaten. Der Amtsinhaber konnte hier in diesem Jahr noch weniger überzeugen als vor vier Jahren. Damit steht bereits fest, daß er als Bürgermeister nicht im Amt bleiben wird. Es ist nur offen, wer ihm nachfolgen soll.

Mittwoch, Oktober 03, 2012

"All Musicians Are Bastards"

Heleri Saarik stellt beim Busan International Film Festival am kommenden Wochenende ihre erste große Produktion vor.Estnisch: Kõik muusikud on kaabakad. Bisher war sie als Filmdirektorin diverser Musikvideos bekannt. Der Filmtitel passt also zum bisherigen Schaffen. Diesmal eine Produktion von allfilm, die im Oktober Premiere in Estland hat.
Auf Facebook. Heleri Saariks Videos auf vimeo Wandbanner in Busan verkünden die Filmdirektoren: Heleri Saarik Sonntag ist Premiere in Busan BIFF 2012 Sonntag ist Erstvorstellung: BIFF Busan